PULP FICTION – So geht Kult

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Ist es wirklich so einfach, einen Kultfilm zu schaffen? Man nehme zwei Ganoven, eine coole Gangsterbraut und einen abgehalfterten Boxer. Drei Geschichten, ein Film. Dazu kommen ein gut gemischter Soundtrack und jede Menge belanglose Dialoge – und fertig ist „Pulp Fiction“ (1994).

Kaum zu glauben, dass Quentin Tarantinos Meisterwerk nun schon mehr als 20 Jahre auf dem Buckel hat. Dabei hat am Anfang kaum jemand an den Erfolg des Films geglaubt. In ganz Hollywood hatte Tarantino das Drehbuch herumgereicht, nur einer griff zu: Harvey Weinstein. Die Spürnase des Miramax-Gründers hatte sich nicht getäuscht. Der Film wurde ein Hit und Regisseur und Autor Quentin Tarantino ein Star.

„Misirlou“

Schon der Anfang ist kultig. Die spießige Idylle eines amerikanischen Diners wird durch einen Überfall zerstört. Pumpkin und Honeybunny nennen sich die verliebten Kleinkriminellen, die die Gäste des Restaurants mit ihren Waffen bedrohen. Dann Schnitt – die Titelmusik setzt ein: „Misirlou“, (später zweckentfremdet als Erkennungsmeldodie der deutschen Schmuddelshow „Peep“). Wenn das nicht cool ist.

Was dann folgt, sind drei Episoden. Der Clou: Sie sind lose miteinander verwoben und werden ineinander verzwickt und in nicht chronologischer Reihenfolge erzählt.
1. Die Gangster Vincent (John Travolta) und Jules (Samuel L. Jackson) erschießen zufällig ihr gekidnapptes Opfer. Um die Schweinerei in ihrem Auto zu beseitigen, engagieren sie einen Profi – Mr. Wolf (Harvey Keitel).
2. Vincent soll Mia (Uma Thurman), die Frau seines Bosses, ausführen. Nachdem die beiden einen Twistwettbewerb (eine Tanzszene, die in die Filmgeschichte eingegangen ist) gewonnen haben, stirbt Mia fast an einer Überdosis. Nur eine Spritze ins Herz kann sie retten.
3. Boxer Butch wird von Gangsterboss Marsellus (Ving Rhames) unter Druck gesetzt. Er soll seinen nächsten Kampf verlieren. Butch aber gewinnt. Auf der Flucht gerät er an zwei sadistische Perverse. Butch entkommt. Zurück in seiner Wohnung trifft er auf Vincent, der ihn ausschalten soll. Der sitzt aber gerade auf der Toilette und wird von Butch erschossen.

Zum Ende schließt sich der Kreis: Die Handlung springt zurück zu dem Überfall in dem Restaurant. Unter den Gästen befinden sich auch Jules und Vincent. Jules gerät mit Pumpkin aneinander, weil er ihm seinen ominösen Koffer nicht aushändigen will. Obwohl er könnte, erschießt Jules den Räuber nicht und lässt ihn ziehen.

Quarterpounder mit Käse

Das alles ist ziemlich blutig und ziemlich gewalttätig. Doch nicht nur die Gangster in „Pulp Fiction“ sind zum Schießen, sondern auch die inzwischen legendären Dialoge. Da geht es um Quarterpounder mit Käse, Fußmassagen, Pilotfilme und Serien, eine ganz besondere Taschenuhr – und sogar die Bibel wird  zitiert. Es ist Quentin Tarantinos große Stärke, seinen Protagonisten Nebensächlichkeiten in den Mund zu legen und sie dabei trotzdem extrem cool wirken zu lassen. Völlig zu Recht wurde er mit dem Oscar für das beste Drehbuch ausgezeichnet (obwohl noch immer nicht geklärt ist, wie viel Co-Autor Roger Avary zum Erfolg beigetragen hat). Ganz nebenbei sorgte Tarantino für das Comeback des längst abgeschriebenen John Travolta und gab den Karrieren von Samuel L. Jackson und Uma Thurman eine völlig neue Richtung.

Quentin Tarantino erwies sich nicht als Eintagsfliege. Nach seinem Erfolg mit „Pulp Fiction“ legte er u.a. mit „Jackie Brown“, „Kill Bill“„Inglourious Basterds“ und „Django Unchained“ nach. Mit Spannung erwartet die Filmwelt nun seinen neuesten Streich „The Hateful Eight“.

Ihr kennt einen viel besseren Film? Ich bin neugierig. Schreibt ihn mir, und ich nehme ihn mit in meine Liste auf. Und über ein „gefällt mir“ freue ich mich auch 😉

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5 Gedanken zu “PULP FICTION – So geht Kult

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