Stimmt ab! Der schönste Weihnachtsfilm

Ho, ho, ho! Alle Jahre wieder zwängt sich der weißbärtige Alte im roten Mantel durch den Kamin. Ob wir einen haben oder nicht. Mit im Gepäck hat er nicht nur etliche Geschenke, sondern jedes Mal auch eine Fülle an Weihnachtsfilmen, um uns die Adventszeit zu versüßen.

Stimmt ab! Welches sind eure Lieblingsweihnachtsfilme? Herzige Komödien, Märchen oder doch eher das allweihnachtliche Kontrastprogramm? Ich habe einige Filme für euch zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen.

„Ist das Leben nicht schön?“ (USA, 1946)

Zitat: „Immer wenn ein Glöckchen klingelt, bekommt ein Engel seine Flügel.“
George Bailey (James Stewart) ist ein guter Kerl, doch den Familienvater hat der Lebensmut verlassen. Ausgerechnet am Weihnachtsabend beschließt er, sich umzubringen. Er hat seine Rechnung aber ohne den zweitklassigen Engel Clarence gemacht, der ihn zu retten versucht. Clarence zeigt dem Verzweifelten, wie es seiner Familie und seinen Freunde ergangen wäre, hätte es ihn nicht gegeben. George muss erkennen, dass sein Leben durchaus einen Sinn hat und dass es sich lohnt weiterzuleben. Pünktlich zum Weihnachtsfest kehrt er zu seiner Familie zurück. Engel Clarence wird für seinen Einsatz befördert und erhält seine langersehnten Flügel.

„Wir sind keine Engel“ (USA, 1955)

Zitat: „Am liebsten sind mir ja die Mörder, die sind immer so höflich.“
Kurz vor Weihnachten flüchten drei Schwerverbrecher (Humphrey Bogart, Peter Ustinov, Aldo Ray) aus dem Gefängnis. Sie nisten sich bei Familie Ducotel ein. Die arglosen Gastgeber stecken in Schwierigkeiten. Sie haben Geldsorgen. Als wäre das nicht schon schlimm genug, ist Tochter Isabelle auch noch unglücklich verliebt. Angesteckt vom Zauber der Weihnacht und von der Freundlichkeit der Familie Ducotel beschließen die drei Sträflinge zu helfen … auf ihre Weise. Welche Rolle die Giftschlange Adolf dabei spielt und warum das Trio am Ende freiwillig ins Gefängnis zurückkehrt, sei hier nicht verraten. Es soll Leute geben, die den Film noch nicht gesehen haben.

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ (CSSR, DDR, 1973)

Zitat: „Guck mal, guck mal … äh … Hoheit.“
Ohne diesen Film gibt es keine Bescherung. Dabei handelt es sich bei „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ nicht mal um einen klassischen Weihnachtsfilm – eher um einen Winterfilm. Macht aber nichts. Denn auch nach über 40 Jahren fasziniert dieses Märchen die Menschen. Aschenbrödel (Libuse Safrankova) ist alles andere als ein Mäuschen, das darauf wartet von einem Prinzen erobert zu werden. Sie reitet, klettert jagt – und sie hat drei Zaubernüsse, die ihr in der passenden Gelegenheit den perfekten Auftritt verschaffen. Als Jäger, als tanzende Prinzessin und schließlich als Braut. Kein Wunder, dass sie dem Prinzen nicht mehr aus dem Kopf geht. Uns auch nicht.

weihnachtenKeine Weihnacht ohne Weihnachtsfilme im TV. Foto: Ivonne Sielaff

„Der kleine Lord“ (GB, 1980)

Zitat: „Jeder Mensch sollte mit seinem Leben die Welt ein ganz klein wenig besser machen.“
Dieser Film gehört zu Weihnachten wie Gans und Geschenke. Wem geht nicht das Herz auf, wenn der kleine Ceddie (Ricky Schroder) und sein verbitterter Großvater (Alec Guinness) zueinanderfinden. Dabei sieht es zu Beginn gar nicht nach einem Happy End aus. Ceddie soll seine Heimat Amerika verlassen, um mit seinem Großvater in England zu leben. Dieser ist Earl und Griesgram zugleich und möchte den Jungen zum Aristokraten formen. Der  Blondschopf erobert aber nicht nur die Herzen seiner zukünftigen Pächter, sondern beweist seinen Großvater, dass Güte und Nächstenliebe den wahren Herrscher ausmachen. Ein Märchen eben.

Eine Weihnachtsgeschichte (GB, USA, 1984)

Zitat: „Humbug“ – was sonst?
Unzählige Male ist Charles Dickens‘ Erzählung „Ein Weihnachtslied in Prosa“ bisher verfilmt worden – mit den Muppets, als Trickfilm, aufgepeppt mit Bill Murray, animiert mit Jim Carrey. Die Version von 1984 ist mir immer noch die liebste, kommt sie doch dem unaufdringlichen Zauber von Dickens‘ Geschichte am nächsten. Ebenezer Scrooge hasst Weihnachten. Wohltätigkeit ist für den Geizhals ein Fremdwort. In der Nacht vor Weihnachten erscheinen ihm drei Geister, die ihm die vergangenen, die gegenwärtigen und die noch kommenden Weihnachten zeigen. Am Ende dieser Reise findet sich Scrooge vor einem Grab wieder – seinem eigenen. Niemand trauert um ihn. Er ist einsam gestorben. Durch die Erlebnisse dieser Nacht geläutert, wird Scrooge zu einem Menschen, der Weihnachten in seinem Herzen bewahrt – in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.

„Stirb langsam“ (USA, 1988)

Zitat: „Yippeahee, Schweinebacke!“
Überrascht? Natürlich ist „Stirb langsam“ ein Weihnachtsfilm – wenn auch einer der etwas anderen Art. Der New Yorker Polizist John McClane (Bruce Willis) fährt nach Los Angeles, um mit seiner Frau Heiligabend zu verbringen. Wie der Zufall will, wird die Weihnachtsfeier in einem Bürogebäude von Terroristen gestürmt, die die Angestellten als Geiseln nehmen. Nur gut, dass Bruce Willis in der Nähe ist, um wieder einmal die Welt zu retten. Warum er dies im zerfetzten, blutgetränkten Unterhemd tut, bleibt ein Rätsel.

„Schöne Bescherung“ (USA, 1989)

Zitat: „Ich sehe die Erhabenheit eines klaren Wintermorgens und einen Penner im Bademantel, der seine chemische Toilette in meiner Klärgrube entsorgt.“
Was kann zu Weihnachten alles schief gehen? Clark Griswold (Chevy Chase) zeigt es uns. Der Familienvater will nichts weiter als ein schönes Weihnachtsfest mit seinen Lieben, einen Christbaum und einen Festtagsbraten. Wenn nur die bucklige Verwandtschaft nicht wäre, die dafür sorgt, dass die Katze gegrillt wird, der Baum abfackelt und am Ende das halbe Haus in die Luft fliegt. Gar nicht leicht, dabei den Überblick zu behalten, zumal Clark ein viel größeres Problem plagt: Die Weihnachtsbeleuchtung will nicht funktionieren.

„Der Grinch“ (USA, 2000)

Zitat: „Ist Weihnachten doch nicht bloß Essen und Schenken? Vielleicht ist Weihnachten mehr, das muss ich wohl denken.“
„Every Who down in Whoville liked Christmas a lot… But the Grinch, who lived just north of Whoville, did NOT!“ So beginnt Dr. Seuss‘ Geschichte „How the Grinch stole Christmas“. Im Jahr 2000 schlüpfte Grimassengesicht  Jim Carrey in die Haut des kleinen grünen Monsters, das sich ausgestoßen fühlt und sich deshalb in den Bergen zurückgezogen hat. Zu Weihnachten will er sich an den Whos in Whoville rächen. Er stiehlt ihnen Geschenke, Braten und Baum, um ihnen das Fest zu vermiesen. Doch Weihnachten ist viel mehr, das muss am Ende auch der Grinch erkennen.

„Tatsächlich … Liebe“ (GB, USA, 2003)

Zitat: „Kinder, kauft keine Drogen… Werdet Popstar, dann bekommt ihr sie umsonst!“
Zehn Liebesgeschichten – geschickt miteinander verwoben. Das ist „Tatsächlich … Liebe“. Der trauernde Witwer, der seinem Stiefsohn beim ersten Liebeskummer beisteht, der Trauzeuge, der in der Braut seines besten Freundes verliebt ist, der Familienvater, der sich von seiner Sekretärin verführen lässt, der alternde Rockstar, der seinen letzten großen Hit landen will, der neue Premierminister, der sich in seine Kantinenchefin verguckt …  „Tatsächlich … Liebe“ ist Romantik pur. Und wenn ich vorher nicht in Weihnachtsstimmung war, nach diesem Film bin ich es.

Fehlt ein Film in meiner Aufzählung? Und welches Zitat sollte nicht unerwähnt bleiben? Wenn euch noch was einfällt, hinterlasst bitte einen Kommentar. Die Auflösung folgt in ein paar Tagen. Dann erfahrt ihr auch, welcher mein liebster Weihnachtsfilm ist.

Übrigens: Eine schöne Übersicht über Weihnachtsfilme bietet Martin Böhnisch auf seiner Website.

Klickt auf meine Facebook-Seite und verpasst keinen meiner Beiträge.

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5 Gedanken zu “Stimmt ab! Der schönste Weihnachtsfilm

  1. Also ich bin ganz klar für „Der kleine Lord“ und sag nur “ …mein eigenes Pony?“ 🙂 Obwohl uns in unserer Weihnachtsbox noch „Kevin Allein zu Haus“ und „Der Polarexpress“ die Zeit bis Weihnachten verkürzen, sind alle Klassiker vertreten und die Auswahl schwer. Vom Spassfaktor kommt man an den Griswolds eh nicht vorbei, wobei Bill Murray in der Weihnachtsgeschichte auch echt lustig ist, ich sag nur „…tackern Sie das Geweih einfach an!“ Schöne fröhliche Weihnachten.

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  2. Pingback: Beliebtester Weihnachtsfilm: And the winner is … | Cinemagisch

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